Präsident der Ukraine Petro Poroschenko prognostiziert, dass die nächste Runde der Verhandlungen der „Normandie-Vierer“ auf höchster Ebene Anfang Sommer – zum fünften Jahrestag der Gründung dieses Formats stattfinden könne. Dem Staatschef zufolge habe er am 12. April die Termine der Gipfel – Durchführung mit Präsident Frankreichs Emmanuel Macron und Kanzlerin Deutschlands Angela Merkel im Rahmen seiner  Besuche in den Hauptstädten dieser Länder besprochen.

Der ukrainische Repräsentant, wie sein Pressedienst informiert, habe die Zuversicht zum Ausdruck gebracht, dass es keine Alternative zum „Normandie-Format“ gebe und Kiew, Berlin und Paris durch gemeinsame Bemühungen Moskau zwingen könnten, in eine friedliche Regelung des Donbass-Konflikts einzuwilligen. Anderenfalls werde der Sanktionsdruck auf den Kreml verstärkt.

Der Staatschef teilte in der französischen Hauptstadt mit, dass während der Gespräche mit den führenden Repräsentanten Frankreichs und Deutschlands extra die Frage der Freilassung der ukrainischen Geiseln und Kriegsgefangenen erörtert wurde. Ihm zufolge würde man diese Frage beim geplanten Treffen im „Normandie-Format“ anschneiden.

Am selben Tag fand im Elysee-Palast ein Treffen des französischen Staatschefs mit dem Präsidentenkandidaten der Ukraine Wolodymyr  Selenskij statt. In einem kurzen Kommentar für Massenmedien zu den Ergebnissen des Gesprächs berichtete W. Selenskij, dass die Verhandlungen in einer warmen Atmosphäre verliefen. Gesprächsthemen waren nach seinen Worten „die wichtigsten Fragen für die ukrainische Gesellschaft, für die Ukraine im Ganzen, man sprach über das Leben, über das Wichtigste, man sprach über eine Einstellung des Kriegs im Donbass“. Nach Informationen aus vertrauten Quellen, teilte der Präsidentenkandidat dem französischen Staatschef mit, dass er im Falle seines Wahlsiegs vorschlagen würde, „das Normandie- Format“ zu erweitern und darin die USA und Großbritannien einschließen. Übrigens wurde eine offizielle Reaktion der französischen Seite darauf nicht veröffentlicht.

Es ist hervorzuheben: die französische Zeitung Le Monde teilte mit, dass die Initiative, ein Treffen mit E. Macron durchzuführen, das Team von W. Selenskij ergriffen hatte. Ukrainische Medien teilen mit, dass bei der Organisation des Besuchs angeblich der französische Philosoph Bernard  Henry Levy  mitgeholfen habe, der zurzeit Rolle eines inoffiziellen Kanals zwischen Paris und Selenskij – Team durchführt.